Priene, Milet & Didyma
Drei ionische Städte an einem Tag: Priene am Hang mit rechtwinkligem Straßenraster, Milet mit einem Theater für 15.000 Zuschauer und Didyma mit dem gewaltigen Apollon-Tempel und seinem Orakel.
Priene
Die Stadt wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. am Hang des Mykale-Gebirges neu angelegt, nach dem Schachbrettplan des Hippodamos. Weil sie später nie überbaut wurde, ist der Grundriss vollständig lesbar: Wohnviertel, Agora, Bouleuterion mit Sitzstufen, Athena-Tempel mit fünf wieder aufgerichteten Säulen und ein Theater mit steinernen Ehrensitzen in der ersten Reihe.
Milet
Milet war die reichste Stadt Ioniens und Heimat von Thales und Anaximander. Vom einst vierfachen Hafen ist nichts mehr zu sehen, der Mäander hat ihn verlandet. Erhalten sind das riesige römische Theater, Thermen, die Agora und die Ilyas-Bey-Moschee aus dem 15. Jahrhundert. Das Markttor von Milet steht heute in Berlin.
Didyma
Der Apollon-Tempel war nie ganz fertiggestellt und trotzdem einer der größten der antiken Welt: 120 Säulen waren geplant, drei stehen noch in voller Höhe. Im Inneren führt ein Gang zum Adyton, dem Orakelhof, in dem eine Priesterin Weissagungen gab. Die Medusenhäupter am Boden gehören zum Fries und sind das bekannteste Motiv der Anlage.
Als Tagestour
Die drei Orte liegen auf einer Linie und werden üblicherweise in dieser Reihenfolge gefahren, ab Kuşadası, Selçuk oder Didim. Mit Mietwagen braucht man sechs bis sieben Stunden, mit Führung wird daraus ein voller Tag inklusive Mittagessen in Akköy oder am Bafa-See.
- In Priene festes Schuhwerk, steiler Aufstieg
- Mittagspause am Bafa-See einlegen
- Didyma zum Schluss, das Licht ist nachmittags besser
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